Der A.E.K. Berlin ist ein eingetragener Verein, der 1993 in Berlin gegründet wurde. "A.E.K." steht dabei für Arnis, Eskrima und Kali – alle drei Begriffe können im weiteren Sinne synonym für den philippinischen Stockkampf bzw. die philippinische Kampfkunst allgemein verwendet werden, die wir trainieren.
Unser Training beinhaltet zumeist einen sportlichen und einen technischen Teil. Der genaue Trainingsaufbau hängt dabei vom jeweiligen Trainer, dem Kursziel und den Teilnehmern ab. Inhaltlich gibt unser Prüfungsprogramm einen roten Faden vor. Demnach wird zunächst der Umgang mit dem Stock geübt, um das dabei erlernte dann auf andere Waffen oder die leere Hand anzuwenden. Anfänglich ist der Stil "Combat Arnis" unser Schwerpunkt, dabei bleibt es jedoch nicht. Offenheit und Neugier gegenüber anderen Kampfsportarten -stilen sind uns wichtig - den Blick über den Tellerrand halten wir für unverzichtbar. Aus diesem Grund sind auch die meisten unserer Lehrgänge und alle von uns veranstalteten Turniere offen für vereinsfremde Stockkämpfer und wir laden gerne Vertreter anderer Stile und Systeme ein, ihre Kunst bei uns vorzustellen.
Stockkampf ist zwar ein wesentlicher Bestandteil der philippinischen Kampfkunst, sie beschränkt sich aber nicht darauf. Waffenloses Training, Bodenkampf, der Umgang mit Klingenwaffen wie Messer und Machete aber auch die Selbstverteidigung mit Alltagsgegenständen wird trainiert. Je nach eigener Interessenlage kann unser Training dabei schwerpunktmäßig als Kampfsport, Kampfkunst oder Selbstverteidigung ausgeübt werden.
Der Selbstverteidigungsaspekt ist deshalb naheliegend, weil die meisten kämpferischen Abläufe und Techniken sich prinzipiell sowohl waffenlos, als auch mit einem Stock oder fast beliebigen anderen Gegenständen anwenden lassen und das auch so geübt wird. Wenn man also erst einmal begriffen hat, wie eine Abwehr und ein Angriff mit einem Stock funktionieren, sollte es auch möglich sein, diese Abläufe für vergleichbare Aktionen mit leeren Händen oder beispielsweise einer Handtasche oder Jacke zu verwenden.
Ohne dabei eine Garantie für den Erfolg "auf der Straße" geben zu können oder zu wollen – vom Kampfeinsatz im Alltag raten wir generell ab! – läßt sich doch feststellen, daß viele Teilnehmer beiderlei Geschlechts und jeden Alters feststellen, auf der Straße und im Umgang mit Fremden ein wesentlich selbstsichereres und besseres Gefühl entwickelt zu haben. Das ist doch schon mal sehr viel wert!
Mit Kampfkunst ist meist die präzise, möglichst effektive und dabei gerne auch ästhetische Umsetzung des technischen Wissens verschiedener Kampfstile gemeint. Dabei sind die philippinischen Kampfkünste so umfangreich und die verschiedenen Stile so zahlreich, daß ein Leben nicht ausreichen kann, um alle Aspekte kennen zu lernen, geschweige denn zu beherrschen. Aber das sollte den Anreiz sich damit zu beschäftigen eher steigern, als abzuschrecken.
Im Kampfsport wird die sportliche Auseinandersetzung im Wettkampf geübt. Dabei muß jede Kampfkunst, insbesondere bei Einsatz gefährlicher Waffen, durch ein striktes Regelwerk und aufmerksame Schiedsrichter soweit eingeschränkt werden, daß ein sportlicher Wettkampf möglich ist, ohne dabei zwangsläufig die Gesundheit der Kämpfer zu riskieren. Verschiedene Vereine und Stockkampfgruppen haben verschiedenste Methoden und Reglements entwickelt, um das zu gewährleisten. Im A.E.K. Berlin wird Vollkontakt-Stockkampf in Schutzausrüstung nach den Regeln der World Eskrima Kali Arnis Federation (WEKAF) trainiert. Dabei wird sowohl mit einem als auch mit zwei Stöcken gekämpft, außerdem gibt es traditionelle oder freie Anyos (Formen). Wir organisieren regelmäßig vereins- und verbandsoffene Turniere und tragen meistens die Deutschen Meisterschaften aus, dabei gibt es auch Semikontakt-Wettkämpfe mit gepolsterten Stöcken. Immer wieder nehmen Kämpfer aus unserem Verein auch an Europa- und Weltmeisterschaften teil und konnten dabei schon einige Titel und Medaillen gewinnen.
Der A.E.K. Berlin e.V. ist gemäß seiner Satzung selbstlos tätig, verfolgt also nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Wir sind mit derzeit 50 Euro Mitgliedsbeitrag im Jahr ein relativ günstiger Sportverein, was aber auch daran liegt, daß wir keine eigenen Räumlichkeiten haben. Das Training findet zu großen Teilen über den Hochschulsport der Berliner Universitäten (TU, HU) statt (wo pro Semester je Kurs eine Extragebühr fällig wird), aber auch in Hallen, die das Land Berlin uns zur Verfügung stellt.
Durch die Anbindung an den Hochschulsport sind zwar die meisten unserer Mitglieder Studenten, insgesamt sind aber von Schülern bis Senioren alle Alters- und viele Berufsgruppen vertreten. Wir freuen uns über Dein Interesse und stehen für Fragen zur Verfügung. Am besten Du kommst mal unverbindlich zu einem Probetraining vorbei…
Im Vorstand des A.E.K. Berlin e.V. sind:
Andre Maczey - Präsident
Vinzenz Fleischer - 2. Vorsitzender
Kerstin Mittelhaus - 3. Vorsitzende
- Kassenwart
Marc Elling - Schriftführer
Cheftrainer des A.E.K. Berlin e.V. ist Gunnar Siebert
Der A.E.K. Berlin e.V. ist unter dem Namen A.E.K. Gemany mit anderen A.E.K.-Organisationen verbunden. Diese sind bisher der A.E.K. Potsdam und der thüringische Landesverband A.E.K. Thüringen e.V. mit seinen Vereinen in Gera, Jena, Ilmenau, Altenburg und Weimar und der A.E.K. Norway in Oslo.
Innerhalb der philippinischen Kampfkünste gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Stile, die sich im Laufe der Zeit in verschiedenen Regionen oder innerhalb von Familien und Clubs entwickelt haben.
Die philippinischen Kampfkünste sind, wie alle klassischen Kampfkünste, geprägt durch die kulturellen und historischen Gegebenheiten ihres Ursprungslandes.

